Autismusshirt

Autismusshirt

Sonntag, 12. April 2015

Instinktiv natürliches Verhalten bei Krankheit

Liebe Leser!
Meine Enkelin zeigt in vielen Bereichen durch ihre veränderte Wahrnehmung durch ihren frühkindlichen Autismus mehr instinktiv gesteuerte Verhaltensweisen. Sie isst nicht nach der Uhr sondern nur, wenn sie Hunger hat, sie schläft sofort und an jedem Ort und Platz, wenn sie müde ist und verhält sich auch bei Krankheit so vernünftig, wie es sich viele Eltern neurotypischer (normaler) Kinder wünschen würden.
Bis zu ihrem 5. Lebensjahr war Helena Marie nie krank, außer maximal zwei Schupfen pro Jahr. Mit Eintritt in den Kindergarten kam dann eine Erkältung nach der nächsten und das erste Fieber. Was tut das Kind? Es legt sich hin und schläft sich gesund. Es quengelt nicht, es jammert nicht, es schläft und schläft und schläft. Ein bisschen Hustensaft, ein leichter Fiebersaft sind die einzigen Medikamente, die die Kleine bisher erhalten hat. Vor wenigen Tagen war sie erstmals -- außerhalb der U1 - U9 -- beim Kinderarzt, obwohl sie in wenigen Wochen sechs Jahre alt wird. Die Mama wollte das Kind vorsichtshalber abhorchen lassen, weil Husten und Fieber anhielten, aber unangenehm zu sein schienen. Die Kleine jedoch konnte mangels Sprache wegen des frühkindlichen Autismus nicht sagen, ob sie etwas quälte. Doch alles war ok. Der Kinderarzt war begeistert, als er hörte, dass meine Enkelin nichts anderes möchte als schlafen. Das würde er gerne auch den anderen Eltern als Rat für ihre kranken Kinder mitgeben, wohl wissend, dass diese meist mit ihren Kleinen zu kämpfen haben, die nicht liegen bleiben möchten, obwohl sie viel zu schwach sind fürs Spielen. Dann fordern sie den ganzen Tag Unterhaltung, sind unzufrieden, weil sie nicht so können, wie sie wollen. 
Doch Helena Marie schläft den ganzen Tag, bis sie wieder fit ist und kann dann - so fröhlich, wie sie ist - wieder am Leben teilnehmen.
Wir hoffen sehr, dass das Kind seine instinktiv richtigen, natürlichen Verhaltensweisen beibehält. Wir wagen die Behauptung, dass das auf ihren frühkindlichen Autismus zurück zu führen ist.     

Keine Kommentare:

Kommentar posten