Autismusshirt

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Sonntag, 21. August 2016

Darm und Gehirn - Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Autismus

Es gibt Kinder mit Autismus, die unter dem Leaky-Gut-Syndrom (poröser Darm) leiden, die kein Milcheiweiß und kein Gluten vertragen. Das ist bei meiner Enkelin der Fall, die die Diagnose „Frühkindlicher Autismus“ hat. Diese Lebensmittel werden zu Giftstoffen, die als Opiate im Gehirn erhebliche Schäden anrichten und die autistische Symptomatik auslösen.  Hinzu kommt noch, dass der schwer geschädigte Darm wichtige Vitamine und Mineralien nicht verwerten kann, so dass der Kleinen auch gesunde Speisen dem Körper keine wertvollen Stoffe liefern.
Als wir aufgrund eines Tipps vor gut 2 Jahren das Milcheiweiß wegließen, konnten wir bereits nach wenigen Tagen eine positive Veränderung im Verhalten meiner Enkelin feststellen. Das Kind war erstmals fähig zu ersten Blickkontakten, wurde Tag für Tag aufmerksamer und nach und nach kamen erste Wörter hinzu, die sie sprechen lernte. Der kleine Schatz fing an, Schmuseeinheiten anzufordern, unsere Tiere zu registrieren und sich dafür zu interessieren; sie war bereit, „über den Tellerrand hinaus zu schauen“, denn Helena Marie war tatsächlich bereit, auch einmal etwas anderes zu probieren als ihre ganz wenigen eingeschränkten breiigen Speisen. Sie nutzte erstmals ihre Zähne zum Kauen eines Brötchens, aß erstmals etwas Warmes (Pommes) und nach und nach auch mal Fleisch, schließlich auch Kartoffeln und Nudeln. Auf einmal hatte sie Freude an anderen Kindern, machte ihnen Vieles nach, wodurch sie gleichzeitig viel lernen konnte. Auch ihre Körperwahrnehmung besserte sich dahingehend, dass sie wenigstens ein wenig Schmerz spürte und Kälte von Wärme unterscheiden konnte. Inzwischen ist ihr Sprachverständnis auch so umfangreich, dass Absprachen mit ihr möglich sind, sie kleine Entscheidungen treffen und sich an einfache Regeln halten kann.
Seitdem wir nun auch jetzt, da sie sieben Jahre alt ist, seit ca. 6 Wochen das Gluten aus ihrem Speiseplan heraus genommen haben, gehen die Fortschritte noch deutlicher voran. Helena Marie spricht nun täglich oftmals ganze Sätze, erlernt täglich etliche neue Wörter hinzu, ist oft sehr kooperativ, bekommt fast alles mit, ist extrem anhänglich, hat klare Wünsche und Vorstellungen, kann kleine Zeiträume überblicken und auf Ereignisse zu bestimmten Uhrzeiten oder an bestimmten Tagen geduldig warten – sie ist ein ganz anderes Kind geworden. Unser Sonnenschein hat ganz viele ihrer schwer autistischen Symptome abgelegt, liebt Rummel und Geselligkeit; wir können sie ohne Bedenken ein paar Minuten ohne Aufsicht im Haus allein lassen, wenn wir im Garten sind oder umgekehrt ohne befürchten zu müssen, dass sie sich selber gefährdet. In der Schule und auf Ausflügen ist sie schon zuverlässig trocken und erledigt schon kleine Aufgaben selbstständig.

Als wir die Diagnose „Frühkindlicher Autismus“ bereits bekamen, als Helena Marie noch keine drei Jahre alt war, weil sie fast alle Symptome in aller Deutlichkeit zeigte, hätten wir uns nie träumen lassen, dass sie mit sieben Jahren solche Fortschritte gemacht hat. Doch ohne diese cfgf-Diät (casein- und glutenfreie Diät) hätte sie das alles nicht lernen können. Sie befände sich immer noch in dem Dämmerzustand – ausgelöst durch den durch die Darmgiftstoffe ausgelösten Opiumschleier im Kopf – und könnte ihr Umfeld und sich selber nicht so deutlich wahrnehmen und adäquat reagieren und hinzulernen. Gott sei Dank sind wir auf diese mögliche Ursache für Autismus aufmerksam gemacht worden und jetzt in guten ärztlichen Händen. Aber leider sind noch viel zu viele Familien mit autistischen Kindern nicht darüber informiert, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten Autismus verursachen können und die richtige Diät autistische Symptome lindern kann.        

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