Autismusshirt

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Samstag, 24. Januar 2015

Abendliche Gartenspaziergänge

Liebe Leser,
Manchmal verhält sich unsere Kleine (bald 6) wie eine Große - oder besser: wie Große vernünftiger Weise ihren Tag abschließen sollten.
Meine autistische Enkelin gibt selber ein Zeichen, wann der Tag für sie endet, wann sie ins "Bett" gebracht werden möchte. Denn davor will sie noch einmal in den Garten, um "runter zu kommen". Sie läuft ein paar Schritte, bleibt dann vor Sträuchern stehen, berührt sie und schnattert in der ihr eigenen Sprache auf diese ein. Dann läuft sie wieder ein Stückchen weiter, schaut in den Himmel und redet pausenlos. Und wieder geht es zu den nächsten Gewächsen; sie dreht sich im Kreis, rupft ein paar Blättchen ab und erzählt. Sie ist dann ganz in ihrer eigenen Welt. Sie scheint das Erlebte des Tages zu verarbeiten und darüber zu plaudern. Niemand versteht es, aber ihr scheint es sehr gut zu tun. Nach etwa 10 Minuten kommt sie zum Haus zurück, sagt "fertig" und erwartet dann, fürs Schlafen vorbereitet zu werden. 
Wir sind begeistert davon, wie wunderbar dieses Kind abschalten kann - gerade wenn am Tag wieder viele Reize und Eindrücke auf sie eingewirkt haben. Was nicht heißt, dass meine Enkelin Rücksicht darauf nimmt, dass für Mama und mich die Nacht nicht schon ab 1.00h (spätestens 3.00h) nachts zu Ende ist. Aber das ist bekanntlich ein anderes Thema. 

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