Autismusshirt

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Samstag, 17. Mai 2014

Ein autistisches Kind in fremden Händen?

Was denken und fühlen autistische Kinder? Was verletzt ihre zarte Seele?
Meine Enkelin ist ein fröhlicher kleiner Engel, der in seiner Welt sehr glücklich zu sein scheint. Aber sie benimmt sich nicht unbedingt kompatibel mit allen Regeln der Welt der neurotypischen Menschen. Sie muss erzogen werden, sie muss lernen, sich in einem gewissen Maß lernen, sich gesellschaftlichen Regeln anzupassen.
Aber wann, wie und wo lernt sie das?
Meine Tochter hat Angst, das Kind einem Kindergarten zu überlassen, weil sie nicht weiß, wie man dort mit der Kleinen umgeht, wenn sie sich heftig wehrt, laut schreit, sich nicht beruhigen und händeln lässt, Versuche macht, auszubüchsen, nicht sitzenbleibt, sich regeln nicht erklären lässt, weil sie Sprache nicht versteht. Sperrt man das Kind ein, weil sich das Personal natürlich auch um die vielen anderen Kinder kümmern muss? Lässt man sie stundenlang schreien? Ist jemand da, der versteht, warum sie schreit, weil sie ein für sie wichtiges Ritual nicht einhalten durfte?
Was ist, wenn das Kind nach Hause kommt und wegen fehlender Sprache nicht erzählen kann, wie es ihm ergangen ist? Welche seelischen Verletzungen hinterlässt eine Behandlung, die die Bedürfnisse dieses Kindes nicht berücksichtigen kann?
Die größte Sorge der Mutter ist, dass aus diesem fröhlichen, glücklichen Kind ein trauriges, unglückliches Wesen wird, das seinen Kummer niemandem anvertrauen kann.
Zur Klarstellung: Es geht in keiner Weise darum, irgendwelchen Erzieherinnen irgendetwas zu unterstellen. Es geht einfach darum, dass in einer Einrichtung, in der sich wenige Erwachsene um viele Kinder kümmern müssen, ein einzelnes Kind, das extrem schwierig ist, nicht allein mit all seinen Bedürfnissen berücksichtigt werden kann. 

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