Autismusshirt

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Dienstag, 13. Mai 2014

Starke Wetterfühligkeit und schlechtes Schlafen bei Vollmond

Ziehen Tiefdruckgebiete auf oder bahnen sich starke Gewitter an, so werden Tiere sehr unruhig. Viele Hunde kläffen deutlich mehr, Katzen, die normaler Weise friedlich zusammen leben, werden aggressiver, etliche Pferde sind dann kaum reitbar und autistische Kinder bekommen plötzlich bei Kleinigkeiten wilde Ausraster, so genannte "meltdowns". Ihre Urinstinkte scheinen deutlicher zu funktionieren als bei neurotypischen Menschen, obwohl es auch unter denen wetterfühlige gibt.
Die Vollmondnächte sind bei unserer Fünfjährigen, die frühkindlichen Autismus hat, ganz schlimm. Da schläft sie mit vielen Unterbrechungen maximal sieben Stunden, was für sie eindeutig zu wenig ist. Dann sind die Tage auch entsprechend anstrengend für sie selber und für diejenigen, die sie mit ihr verbringen. Dann nämlich ist sie noch viel weniger aufnahmefähig für Impulse aus der Welt der "Normalos", möchte sich allen Regeln widersetzen, weiß aber auch mit sich selber nicht viel anzufangen. Trotzdem kommt sie auch tagsüber nicht zur Ruhe, was sie sonst sehr gut schafft, wenn sie für sich eine Auszeit braucht. Aus dem sonst fröhlichen und in seiner eigenen Welt sehr glücklichen Kind wird an den Tagen ein ständig weinendes, unruhiges Menschlein, das sich weder trösten noch erfreuen noch beruhigen lässt. Das tut uns immer so leid, aber wir kommen nicht an die Kleine heran.

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